“Zur Erënnerung un d’Affer vu Sonnenburg
An der Nuecht vum 30. op den 31. Januar 1945 sinn zu Sonnenburg (haut Slonsk) a Polen 91 jonk Lëtzebuerger Jongen brutal a sënnloos higeriicht ginn.
Mir wëllen Ech net vergiessen.
Fédération des Enrolés de Force, Victimes du Nazisme.
Comité Directeur pour le Souvenir de l’Enrôlement Forcé.
Ranschelt, den 30. Januar 2016”
Bereits vor 1933 war das Zuchthaus in “Sonnenburg” für seine Härte bekannt. Ab 1939 diente es als Konzentrations- und Arbeitslager, wobei viele der Häftlinge aus dem besetzten Ausland stammten. Bei den luxemburgischen Häftlingen, handelte es sich hauptsächlich um Wehrmachtshäftlinge im Zusammenhang mit der Zwangsrekrutierung. Das Vorrücken der Roten Armee führte am 28. Januar 1945 zu der Entscheidung das Lager zu evakuieren. Am Abend des 30. Januar traf ein SS-Sonderkommando aus Frankfurt an der Oder ein. 823 Häftlinge wurden zur Liquidierung ausgewählt. 819 von ihnen wurden zwischen 22:00 und 2:00 in Zehnergruppen auf dem Platz zwischen den Werkstätten und der Zuchthausmauer erschossen. Unter Ihnen befanden sich, 90 junge Luxemburger Männer, alle im Alter zwischen 20 und 24 Jahren. Ihnen allen wurde der Titel “Mort pour la Patrie” zugesprochen. Der 91. auf der Gedenktafel erwähnte luxemburgische Häftling, Jean Pierre Chaussy, überlebte das Massaker, wie mittlerweile herausgefunden wurde.
Das Massaker von Sonnenburg ist das größte an Luxemburgern begangene Massaker des Zweiten Weltkriegs.
HOHENGARTEN, Änder, Die Sonnenburger Mordnacht, in: CLUB DES JEUNES ELL, D’Lëtzebuerger am Krich 1940-1945. Eng kleng Natioun erzielt, Luxemburg 2001, 573-588.
ONS JONGEN A MEEDERCHER, Chaussy Jean Pierre, in: Ons Jongen a Meedercher, URL: http://www.ons-jongen-a-meedercher.lu/archives/personnes/detail/chaussy-jean-pierre (Stand: 19.01.2026).
“Zur Erinnerung an die Opfer von Sonnenburg
In der Nacht vom 30. auf den 31. Januar 1945 sind in Sonnenburg (heute Slonsk) in Polen 91 junge Luxemburger Jungen brutal und sinnlos hingerichtet worden.
Wir wollen Euch nicht vergessen.
Fédération des Enrolés de Force, Victimes du Nazisme.
Comité Directeur pour le Souvenir de l’Enrôlement Forcé.
Rindschleien, den 30. Januar 2016”